Der Podcast «HB9 ruft Bern» thematisiert die geplante Schweizer Requisitionsverordnung, die ab dem 1. Juni 2027 in Kraft treten soll. Im Zentrum steht die Sorge, dass im Ernstfall auch private Amateurfunkanlagen vom Staat eingezogen werden könnten. Genau diese Anlagen bilden jedoch ein krisenfestes, autonomes Kommunikationsnetz, das bei Stromausfall, Mobilfunkstörungen oder Katastrophen weiterhin funktionieren kann.
Der Beitrag zeigt, dass Funkamateure in der Schweiz nicht bloss einem Hobby nachgehen, sondern über technisches Fachwissen, eigene Infrastruktur und ein landesweit abgestimmtes Netz verfügen. Beispiele aus Uri-Schwyz und Zug machen deutlich, dass solche Kooperationen mit Behörden bereits heute funktionieren: schnell, zuverlässig und zu sehr geringen Kosten.
Die zentrale Forderung lautet deshalb: Lizenzierte Funkamateure und ihre Vereine sollen von der Requisition ausgenommen und stattdessen offiziell in die nationale Krisenkommunikation eingebunden werden. Der Podcast plädiert für eine Arbeitsgruppe, die eine dauerhafte Partnerschaft zwischen Bund, Kantonen, Blaulichtorganisationen, Armee und Amateurfunkvereinen entwickelt.
Statt funktionierende private Netze im Ernstfall zu beschlagnahmen und damit zu zerstören, sollte die Schweiz diese bestehende Reserve stärken. Der Amateurfunk könnte so zu einem wichtigen Pfeiler der nationalen Resilienz werden — als stille, fachkundige und sofort einsatzbereite Kommunikationsreserve, wenn andere Systeme ausfallen.